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Vorlage der Alpilles - Fremdenverkehrsamt von Saint-Remy de Provence

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Diese einzigartige Region ist 2007 als Regionaler Naturpark klassifiziert worden. Aufgabe des Naturparks ist es, eine innovative Politik wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Entwicklung zu betreiben, die die Umwelt respektiert und so den Schutz und die Nachhaltigkeit des Gebiets gewährleistet. (Zur Website des "Parc naturel régional des Alpilles").

Saint-Rémy de Provence liegt am Fuße des Alpilles-Massivs, im goldenen Dreieck zwischen den Flüssen Durance und Rhône, im Herzen einer Region mit einer einzigartigen Landschaftsvielfalt: Crau, Camargue und Comtat Venaissin.

 

Die Alpilles sind ein kleines Massiv aus Kalkfelsen, das sich von der Durance im Osten über ca. 40 km nach Westen zieht und eine Breite von ca. 10 km aufweist.

Die Griechen waren es, die die Oliven- und Weinkultur in die Provence gebracht haben.
Seit der Antike waren am Fuße der Alpilles Steinbrüche betrieben worden. Um das Glanum herum schufen die Römer ein Bewässerungssystem, das heute noch teilweise genutzt wird.


Durch das Austrocknen der Sumpfgebiete im Norden der Stadt während des Mittelalters und durch die Konstruktion des "Canal du Réal", konnten die bewirtschafteten Flächen deutlich ausgeweitet werden.

 

Als Hauptaktivitäten der Stadt Saint-Rémy hat sich so im Laufe der Jahrhunderte neben den Steinbrüchen eine Nahrungsmittel erzeugende Landwirtschaft entwickelt. Ab dem 19. Jahrhundert war es dann der Handel mit landwirtschaftlichen Industrieprodukten, der zum Wohl der Stadt Saint-Rémy beigetragen hat.

 

Der Schwerpunkt im Bereich der Landwirtschaft hat dazu geführt, dass die Landschaft sehr ländlich geprägt ist, mit wenig Industrie und ohne städtische Ausdehnungen, was das Umfeld von Saint-Rémy zu dieser harmonischen Landschaft macht, die von Besuchern aus der ganzen Welt so geschätzt wird.


Im Süden, zu Füßen von Felsmassiv, Wäldern und Garrigue der Alpilles, werden heute Wein und Oliven angebaut.


In den 3 anderen Richtungen dehnen sich jeweils reichhaltige landwirtschaftliche Ebenen aus, die von Zypressenhecken durchschnitten werden und auf denen Obst, Gemüse, Getreide und Sonnenblumen angebaut werden. Auch Schaf- und Pferdezucht wird hier betrieben.

 

Am Fuße der Alpilles, wo man nicht von der Bewässerung durch die Kanäle profitiert, befinden sich die meisten Weingüter und Olivenhaine. Die Reben werden meist biologisch bewirtschaftet und viele liegen in der "AOC Les Baux-de-Provence".

 

Das Gebiet wird durch Kalkfelsen, aromenintensive Garriguelandschaft sowie Wälder mit Aleppo-Kiefern und Steineichen geprägt, die den Reichtum der Naturlandschaft der Alpilles ausmachen. Der Blick von den Alpilles auf das Städtchen Saint-Rémy, am Fuße des Massivs, ist unvergesslich.

 

Die Schönheit dieser Landschaft, der Reichtum der Flora und Fauna rechtfertigen ihren Schutz durch diverse Maßnahmen (rote Zone, Verordnungen zum Biotopschutz).

 

Die Fauna In Saint Rémy de Provence

Die Tierwelt gibt sich hier diskret, die Bedeutung liegt vor allem in der Präsenz einiger sinnbildlicher und seltener Rassen:

Die Bonelli-Adler, von denen 4 Paare hier nisten, stellen die größte Konzentration dieser Spezies dar, von der es in Frankreich alles in allem nur noch weniger als 30 Paare gibt. Es gibt auch einige Schmutzgeier.
Der Uhu, der größte Nachtvogel der Welt, stellt hier mit rund fünfzig Paaren die größte Population Europas dar.

Zahlreiche andere, weiter verbreitete Vögel, wie die Schleiereule und der Waldkauz, der Schlangenadler, der Ortolan, die Provence- Orpheus-, Mönchs- und Brillengrasmücke, das Rebhuhn oder auch der Bachpieper, sind hier zu finden.

Weiterhin bemerkenswert ist das, leider rückläufige, Vorkommen von mehreren zehn Millionen Fledermäusen, davon 19 der 26 in Europa erfassten Arten.

Und zu guter Letzt beherbergen die Alpilles auch die größte Eidechse und die größte Schlange Europas: Die Perleidechse, die teilweise größer als 50 cm ist und die Europäische Eidechsennatter, eine vollkommen harmlose Schlangenart, deren Länge 2 m erreichen kann!

Diese Vorzeigespezies sollen jedoch nicht die 101 anderen geschützten Wirbeltierarten (Säugetiere, Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische) sowie die Wildschweine, Kaninchen und kleinen Nagetiere, die Insekten, Skorpione und anderen Skolopender vergessen lassen, die in diesem Felsmassiv beheimatet sind.

 

 

Die Flora

Am unteren Rand der Hänge befinden sich hauptsächlich Laubwälder - Steineiche, Flaumeiche, Ahorn, Robinie, Silberpappel - sowie Kiefern- und Pinienwälder. Dort finden sich zahlreiche Nadelholzvarietäten: Aleppo-Kiefer, Schwarzkiefer, Zeder, Zypresse ...

Darüber liegt die Garrigue mit teils stacheligem Buschwerk: Kermes-Eiche, Rosmarin, Zistrose, Wacholder ...


Nicht vergessen werden darf auch der Zwenken-Grasteppich, der aus kleinen, kurzen Pflanzen besteht und einem besonderen Schutz unterliegt: Thymian, Lavendel, Affodillgewächse, Iris u. v. m. bilden im Frühjahr einen wunderschönen blühenden Teppich. Diese Pflanzen sorgen dafür, dass die Humusschicht auf den Kalkfelsen erhalten bleibt. Daher ist es wichtig, sich ein Wissen über diese Pflanzen anzueignen und sie vor allem nicht herauszureißen. Man sollte immer daran denken, keine unbekannten Blumen oder Pflanzenarten mitzunehmen, da einige sehr selten sind.

 

 

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